Fortbildungen - Qualitätssicherung

Tanztheater mit Jugendlichen - vom kreativen Prozess zur künstlerischen Form

21. 10.,13-18 Uhr und 22.10., 13-17 Uhr

 

In diesem Workshop gibt Felix Berner Einblicke in seine Philosophie und Methodik.

Praktisch und exemplarisch wird der Entstehungsprozess eines Tanzstückes von Warm Up, über Improvisation und Materialgewinnung bis hin zur Komposition aufgezeigt.  Behandelt wird dabei, wie man kreative Prozesse lenken kann, ohne sie zu dominieren und wie sich die Balance  zwischen der Individualität, den Ideen und der Kreativität junger Darsteller/innen finden lässt, ohne den eigenen Anspruch an die künstlerische Form außer Acht zu lassen. Schwerpunkt des Workshops wird auf der Materialentwicklung und dem Partnering liegen. 

Der Choreograph Felix Berner absolvierte seine tänzerische Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Als Tänzer arbeitete er mit Pina Bausch,  Ann van de Broek, Sharon Eyal,  Tero Saarinen, Club Guy and Roni, Jan Pusch und einer Vielzahl weiterer Choreographen zusammen. Er choreographierte für professionelle Ensembles und leitete diverse Tanz- und Theaterprojekte mit Jugendlichen, die zu diversen Festivals eingeladen wurden. Am Staatstheater Mainz arbeitet  er in der Tanz- und Theatervermittlung und ist Lehrbeauftragter für Darstellendes Spiel und Theater an der Universität Koblenz/Landau.

 

 

 

Unsere Empfehlung vom Fokus Tanz Team:

https://www.institutgauting.de/seminare/2017-hauptsache-die-musik-peppt/

 

Qualitätssicherung

Basierend auf dem Know-how seiner Mitglieder aus der Tanzkunst, Tanzvermittlung, Tanzwissenschaft sowie Aus- und Weiterbildung hat der Bundesverband Tanz in Schulen e.V. kriteriengebundene Grundlagen für die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt, die er allen im Feld vermittelnden Akteuren zur Verfügung stellt. Hier einige Grundinformationen zum Qualitätsrahmen:

Der Qualitätsrahmen zeigt zum einen auf, welche Eigenschaften und Strukturmerkmale Tanzprojekte mit Kindern und Jugendlichen besitzen. Zum anderen benennt er Qualitätsindikatoren und Gelingensbedingungen, die für die professionelle Leitung von Tanzprojekten mit Kindern und Jugendlichen vorausgesetzt werden. Ausgehend von einem relationalen Qualitätsbegriff, ist Qualität im Bereich Tanz für Kinder und Jugendliche dann gegeben, wenn das Angebot (Tanzprojekte, Tanzunterricht etc.) den Anforderungen und Erwartungen entspricht, die die verschiedenen Partner an das Projekt stellen. Auf der Homepage des Bundesverbands Tanz in Schulen finden sich PDF-Version des Qualitätsrahmens. Sie bieten übersichtliche Kurzinformationen zu Qualitätsstandards für die Bereiche Schule, Koordinierung und Vernetzung sowie bezüglich Schüler_innen und Tanzkünstler_innen. ( www.bv-tanzinschulen.de)

Hier kann man den Qualitätsrahmen in einer Übersicht als pdf herunterladen.

 

Fortbildungen und Fachliche Begleitung

Neben den regelmäßig angebotenen Fortbildungen steht den Tanzkünstlern von Tanz und Schule jährlich mehrmals eine fachliche Begleitung durch die vom Bundesverband Tanz in Schulen eigens dafür ausgebildeten Kolleginnen Andrea Marton, Christa Coogan, Eva Seidl und Annerose Schmid zur Verfügung.

Hierbei geht es um die Unterstützung des sehr persönlichen, individuellen Potentials der Kollegen in der tanzkünstlerischen Vermittlungsarbeit: http://www.bv-tanzinschulen.de/qualitaetssicherung/fachliche-begleitung.html
Die fachliche Begleitung ist ein Angebot des Bundesverbandes an Tanzkünstler_innen, die mit Kindern und Jugendlichen (Tänzer, Choreographen, Tanzpädagogen) arbeiten. Im Vordergrund der fachlichen Begleitung steht die am Tanzkünstler orientierte Entfaltung und Unterstützung des individuellen Potentials in der tanzkünstlerischen Vermittlungsarbeit. Dem Prinzip des Coachings folgend bietet die fachliche Begleitung darüber hinaus Hilfe in herausfordernden tanzpraktischen Situationen.

Mögliche Fragestellungen sind dabei z.B. gruppendynamische Prozesse, Fragen auf der Beziehungsebene, Konfliktbewältigung, verbale und nonverbale Kommunikation, Inszenierung unterrichtlicher Prozesse und methodischer Entscheidungen, Rahmenbedingungen und vieles mehr.

„In der Vermittlungsarbeit von Zeitgenössischem Tanz wandelt sich die Rolle des Lehrers zum Teil mehr in die eines Moderators. Dies verlangt und wünscht den Umgang mit Selbstverantwortung und Instabilität. Die aus ihr entstehende oder wahrgenommene Unsicherheit wird als Erkenntnisquelle geschätzt und benutzt. Die gemeinsame Schnittmenge von Zeitgenössischem Tanz und Coaching liegt darin, dass es vordergründig weniger um Techniken und Werkzeuge, als um Qualitäten geht - das WIE steht im Zentrum. Zeitgenössischer Tanz stellt in Frage und schöpft daraus. In der Vermittlungsweise muss darauf geantwortet werden. Beides entspricht einem auf Selbstverantwortung ausgerichteten Menschenbild.“ Wiebke Dröge